Cyber-Defence Campus

Der Cyber-Defence Campus stellt durch sein breites Know-how und sein internationales Kompetenznetzwerk das Bindeglied zwischen VBS, der Industrie, der Akademie und Hacker Communities in allen cyberrelevanten Themen dar. Um mit den rasanten Entwicklungen und den Bedrohungen im Bereich Cyber Schritt zu halten, wird der CYD Campus eng mit den akademischen Institutionen wie der ETHZ oder der EPFL zusammenarbeiten. Wo immer möglich wird zudem die Industrie mit eingebunden.

Der Aktionsplan für Cyber-Defence des VBS umfasst insgesamt drei Teile, der sichere Betrieb der Informations- und kommunikationstechnischen (IKT) Systeme und Infrastrukturen, die Abwehr und Aktion im Cyber-Raum sowie den Cyber-Defence Campus (CYD Campus).

Aktionsplan CyberCampus

«Der Campus dient dem VBS als Antizipationsplattform zur Identifikation und Bewertung von technologischen, kommerziellen und gesellschaftlichen Cyber-Trends sowie der daraus abgeleiteten Verwendungsszenarien. Im CYD Campus wird Wissen gemeinsam aufgebaut und möglichst breit, bedarfs- und klassifikationsgerecht mittels Demonstratoren, Workshops und Publikationen kommuniziert.» Vincent Lenders, Projektleiter CYD Campus.

Source : Armasuisse

So sicher ist das Internet in der Schweiz

Wie sicher ist eigentlich das Internet in der Schweiz? Diese Frage hat Switch an einer Veranstaltung in Zürich beantwortet. Die Schweiz könnte mehr für die Sicherheit tun und hat in einigen Bereichen Nachholbedarf.

CyberSichereit

Die 1. Nationale Cyber Strategie 2012-17 sei nicht schlecht gewesen, sagte Leuthold. Die Schweiz habe sich damals als eines der ersten Länder eine Strategie für Cyber- und Informationssicherheit verpasst. Und Melani habe die Aktivitäten gut koordiniert. Der Koordinationsstelle habe aber die Führungs- und Weisungskompetenz gefehlt. “Es bringt halt wenig, wenn 20 verschiedene Stellen in der Bundesverwaltung Massnahmen umsetzen und diese nicht vernetzen”, sagte Leuthold.

Die 2. Nationale Cyber Strategie 2018-22, bei der Leuthold Mitglied der Arbeitsgruppe war, habe ebenfalls einen guten strategischen Rahmen gesetzt. Die Zielgruppe der Massnahmen sei auf KMU und die Bürger erweitert und Melani gestärkt worden. Die Strategie betone die Eigenverantwortung, was sinnvoll sei.

Source : Netzwoche

Ehemaliger Geheimdienstchef sagt, die Schweiz sei für schönes Wetter aufgestellt

Herr Regli, sind Sie froh, dass Sie in den 1990er Jahren Nachrichtendienstchef waren, als die Welt noch übersichtlicher schien?

Die sicherheitspolitische Lage war im Kalten Krieg und in den Jahren danach einigermassen voraussehbar. Die diffuse Gefahrenlage von heute macht die Aufgabe des Nachrichtendienstes (NDB) schwieriger. Der Druck, ja keine Fehleinschätzung vorzunehmen, ist höher als zu meiner Zeit. Aber die Aufgabe würde mich auch heute durchaus noch reizen.

2018 wurden Aktivitäten des russischen Militärgeheimdienstes GRU in der Schweiz bekannt. Ein Cyberangriff auf das Labor Spiez konnte vereitelt werden. Wie beurteilen Sie den Fall?

Spioniert wurde schon immer, das gehört zum Wesen der Politik. Die Medien hatten das bloss vergessen. Putins arrogante und aggressive Machtpolitik bereitet mir allerdings Sorgen. Dass die Niederlande und die Schweiz seine nachlässigen GRU-Agenten auffliegen liessen, ist ein klares Zeichen gegen aussen: so nicht! Wir müssen zudem wachsam sein gegenüber den Gefahren im Cyber. Ich denke dabei nicht nur an Spionage und die Bedrohung der kritischen Infrastruktur, sondern auch an den Einsatz von Trollen und Spin-Doctors in sozialen Netzwerken. Mit ihnen sollen ganze Gesellschaften destabilisiert und Wahlen beeinflusst werden, wie wir das zuletzt in den USA oder in Deutschland gesehen haben.

Source : NZZ